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Speziallabore

Neben den beiden Großversuchsgeräten verfügt das Testzentrum für Tragstrukturen über die notwendige Versuchsinfrastruktur, um die Großversuche vorzubereiten und zu begleiten. Hierzu wurden verschiedene Labore und Werkstätten eingerichtet.

Ergänzend zu den Großversuchen können zur statistischen Ergebnisabsicherung schnell durchführbare und kostengünstige Kleinversuche mit großen Probestückzahlen auf einer Resonanzprüfmaschine durchgeführt werden. Diese Versuchseinrichtung wird ebenfalls für die Ermittlung der Ermüdungsfestigkeit von Verbindungsmitteln (Schrauben, etc.) verwendet. Die Resonanzprüfmaschine verfügt über eine axiale Kraft von 1 MN und kann in Frequenzbereichen von bis zu 120 Hz betrieben werden.

Die Klimakammer ermöglicht die Simulation von korrosiven Umgebungsbedingungen. Tests zum Vergroutungsprozess oder die Prüfung und Lagerung unter Offshore-Bedingungen sind hier möglich, um den Einfluss der korrosiven Umgebung auf die Lebensdauer der verwendeten Materialien zu analysieren.

Vorbereitende Maßnahmen für die Untersuchungen an den Prüfkörpern der Großversuchsgeräte werden in der Werkstatt durchgeführt. Hier können Hilfskonstruktionen zum Befestigen der Messtechnik und Lasteinleitungskonstruktionen für die Hydraulikzylinder gefertigt und angepasst werden. Hierzu verfügt die Werkstatt z.B. über eine Radialbohrmaschine, eine CNC-Fräse, eine Bandsägemaschine und eine Drehbank.

Die Vorbereitung der feinmechanischen Messsensorik für die Datenerfassung erfolgt im Structural Health Monitoring (SHM)-Labor, das mit den erforderlichen elektrotechnischen Werkzeugen bestückt wird. Präzisionsmessungen zur Analyse von aus Versuchskörpern herausgetrennten Versagensbereichen werden ebenfalls im SHM-Labor durchgeführt.

Im Bodenmechaniklabor können Bodenproben sowohl aus der Grundbauversuchsgrube als auch in-situ-Proben analysiert werden. Ein wesentliches Einrichtungselement zur Beurteilung der Bodenreaktion unter zyklischen Lasten ist eine Triaxialzelle zur Herstellung von realistischen Spannungszuständen in Bodenproben unter Laborbedingungen.

Im Betonlabor stehen experimentelle Einrichtungen für die Herstellung von Probekörpern aus Hochleistungsbeton und zu Probeprüfungen von Frisch- und Festbeton hinsichtlich der Herstellungsqualität zur Verfügung.

Im Compositelabor werden Verfahren für die Instandsetzung von geschädigten Strukturen aus Faserverbundwerkstoffen entwickelt und erprobt. Eine regelmäßige Verarbeitung von gebräuchlichen Gefahrstoffen, wie z.B. spezielle Reaktionsharze oder feinkörnige Zusatzstoffe erfolgt in diesem Raum unter besonderen Schutzmaßnahmen.